Sebastian Münster

 
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Birgitta von Schweden
"Revelationes. 1500."
10.000 €
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Paulus Wann
"Sermones de tempore. Angeb.: Lochmayer, M., Sermones de Sanctis. 1497."
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Ulricus Ulmer - Fraternitas Cleri. 1480.
Ulricus Ulmer
"Fraternitas Cleri. 1480."
7.000 €
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G. Ryff
"Warhafftige, künstliche, gerechte underweisung. 1540"
5.000 €
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Ottomar Luscinius - Grunnius sophista. 1522
Ottomar Luscinius
"Grunnius sophista. 1522"
1.000 €
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Philippus Theophrastus Paracelsus
"2 Schriften, vorgebunden: Apotheker Ordnung, 1566"
1.000 €
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"Orlando Furioso. Mailand 1584."
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Adam Walasser
"Meßbüchlein, 1575"
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Biografie Werke Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Sebastian Münster

Ingelheim 1489
- Basel 1552


Der Theologe und Kosmograph Sebastian Münster wurde 1489 in Ingelheim als Sohn eines Bauern und Spitalmeisters geboren. Im Jahr 1505 wurde Münster zunächst Franziskaner und studierte an der Ordenshochschule in Heidelberg Philosophie und Theologie. 1507 setzte er seine Ausbildung in Löwen fort, wo er Kenntnisse in Mathematik, Geographie und Astronomie erwarb. Mit einem Wechsel nach Freiburg gingen wohl auch Studien des Hebräischen einher, die er ab 1509 im Kloster St. Katharina in Rouffach/Elsaß vertiefte. 1512 wurde Münster in Pforzheim zum Priester geweiht. Von 1514-18 unterrichtete er als Lektor für Philosophie und Theologie an der Ordenshochschule in Tübingen und widmete sich astronomisch-mathematischen und geographischen Studien. Als sein bedeutendster Lehrer ist hier Johannes Stöffler (1452-1531) zu nennen. Nach Münsters Umzug nach Basel im Jahr 1518 erschien bald seine erste selbst verfaßte Schrift, ein Abriß der hebräischen Grammatik Epitome Hebraicae Grammaticae, bei dem es sich um eines der ersten in Deutschland veröffentlichten hebräischen Sprachbücher handelte. Von 1521-29 wirkte und lehrte Münster in Heidelberg und veröffentlichte zahlreiche hebräische Schriften, außerdem schrieb er die ersten in Deutschland erschienenen Bücher in aramäischer Sprache. 1529 trat Münster zur Reformation über und übernahm den Lehrstuhl für hebräische Sprache an der Universität Basel, wo sich die Reformation kurz zuvor endgültig durchgesetzt hatte. Wenig später heiratete er die Witwe eines Buchdruckers; Münsters Stiefsohn Heinrich Petri verlegte fortan die meisten seiner Bücher. 1534/35 veröffentlichte Münster schließlich sein hebräisches Hauptwerk, das internationale Beobachtung fand: eine zweibändige Ausgabe des Alten Testaments (Biblia Hebraica) mit lateinischer Übersetzung und Anmerkungen. Münster verstarb 1552 in Basel. Münsters wichtigstes Werk ist die Cosmographia (Basel 1544), eine geographisch-historische Weltbeschreibung unter besonderer Berücksichtigung Deutschlands, die zunächst mit 471 Holzschnitten und 26 Karten in 6 Büchern erschien. Das Werk verlangte über zwei Jahrzehnte Arbeit und einige Forschungsreisen. Die Cosmographia wurde mehrfach übersetzt, erlebte nahezu 50 Auflagen und wurde insgesamt um mehr als 900 Holzschnitte vermehrt. Bis 1628 erschienen allein 21 deutsche Ausgaben. Das Werk gilt als eines der bedeutendsten Bücher des 16. Jahrhunderts und begründet fast ausschließlich Münsters Nachruhm.